Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Rollenspielbereich: Betritt die Welt von Kihromah und werde Teil des großen Abenteuers
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Nyala
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Nyala »

Mit einem leicht angewiderten Blick sah sie dabei zu wie der Rest des schleimigen Fisches zwischen den Lefzen des Bären verschwand und mit wenigen Kauschlägen seinen breiten Rachen hinunter rutschte. Wenigstens einer stillte seinen Hunger und schien es nicht zu bereuen. Bei einem Hirsch oder Hasen hätte Nyala womöglich nicht gezögert, ganz gleich was für seltsame Dinge der Wald für sie bereithielt. Allerdings waren die Fische abgesehen von der Bärin am Anfang, sowie Vishuni und Farlan, die ersten Lebewesen zwischen den Bäumen. Sah man mal davon ab, dass der Wald allein schon zu leben schien. Die Helle schüttelte den Kopf und richtete ihren Blick gen Himmel und starrte den riesigen Mond an, der eine ganz eigene Wirkung auf sie hatte.

Sie stimmte ein kurzes Lied an und vergaß für ein paar Augenblicke, dass sie nicht allein war oder sich auf einer Mission befand. Sie spürte weder Rhorax Blick noch die der anderen, die vermutlich genauso überrascht und verwirrt waren wie die Fähe selbst als sie wieder verstummte und sich irgendwie ertappt fühlte. Allerdings hatte sie schon sehr lange kein Geheul mehr angestimmt, so dass es ihr zwar ausgesprochen unangenehm war, dass alle es gehört und mitbekommen hatten, gleichzeitig fühlte es sich jedoch auch gut an.
Sie schüttelte den Kopf… das Wasser war ganz eindeutig schlecht gewesen. Sie hätte nichts davon trinken sollen. Der große Braunpelz widersprach ihr nicht, was weder gut noch schlecht war. Dafür setzte sich Nya jedoch in Bewegung, sie musste erst einmal fort vom Teich und auch wenn der Geisterhirsch gemeint hatte, sie sollten sich bis zum Morgengrauen ausruhen, hatte sie keine Geduld dafür. Wer wusste schon was der Ort noch mit ihnen anstellte!
Nur kurz huschte ihr Blick hinüber zu Kailan und Raaka, der zu allem Übel nun auch noch einen Text zu ihrer Melodie verfasste. Dann sah sie den alten Graupelz noch immer unter einem Baum hocken und sich mit Nyphteq unterhalten. Ob sie, statt den Teich anzuvisieren, lieber mit ihr hätte gehen und reden sollen? Zumindest wäre ihr dann dieser vermaledeite Gesang nicht über die Lefzen gekommen.

Schließlich verschwand sie zwischen den ersten Bäumen, schnippte kurz mit einem Ohr nach hinten und bemerkte dabei, dass ihr Rhorax folgte, was vermutlich nicht verkehrt war und doch hätte sie im Augenblick auch gerne auf Gesellschaft verzichtet. Aber was sollte es! Es dauerte nicht lang bis der Wald dichter und dichter wurde, so dass sie ihre Pfoten über Totholz und Büsche heben musste. Als der Braunbär etwas von Stimmen erzählte, blieb sie stehen und lauschte in die Dunkelheit hinein. Da war tatsächlich ein Wispern zu hören. Nyala versuchte herauszufinden aus welcher Richtung die Stimmen kamen, drehte ihre Ohren hin und her. Allerdings konnte sie weder den Ort ausmachen, von wo die leisen Geräusche kamen, noch was sie erzählten. Es war einfach nur ein undeutliches Flüstern, welches mal etwas anschwoll und wieder abebbte.

“Kann schon sein, dass es die sind, die Yai gehört hat. Woher sie kommen ist schwer zu sagen, ich kann auf keine Richtung eine Pfote legen. Es scheint eher als würden sie von allen Seiten kommen. Mal von dort. Dann von hier“,

erwiderte die Fähe und deutete mit ihrer Nase in die unterschiedlichen Richtungen. Diese Aufgabe wer zermürbender als jede Belagerung und jeder Kampf. Dieser Wald schlich sich mehr und mehr in ihren Verstand und das störte Nyala. Sie mochte es nicht, wenn sie keine Ahnung hatte was als nächstes geschah und sie hasste es, wenn es keinen Gegner gab, der sich bekämpfen ließ.

“Lass uns schauen, ob wir hier weiterkommen und einen Weg finden“,

sprach sie zu Rhorax, der ihr immerhin gefolgt war. Dann konnte sie ihn auch mit in ihren Plan einbeziehen. Je weiter sie jedoch lief, desto schlimmer wurde das Gestrüpp und schon bald hatte der Bär Schwierigkeiten weiter zu kommen. Nyala gelang es vielleicht sich noch zwei Wolflängen weiter durch das Dickicht zu schlängeln, doch schon hier zerkratzten Dornen ihr die Haut und irgendwann war es so dicht, dass es nicht weiterging. Also robbte sie rückwärts und kam mit einigen Dornenranken in ihrem Pelz zurück, einer dieser fiesen Dornen steckte ihr zu allem Überfluss auch noch in der Pfote. Mit einem unwirschen Gegrummel zog sie ihn mit spitzen Zähnen hinaus und lief nach rechts. Doch egal wohin sie gingen es wurde nicht besser, der Wald wollte nicht, dass sie die Lichtung verließen und jede noch so vielversprechende Stelle entpuppte sich als Rankenwust und Dornen-Gepieke. Frustriert bis die weiße Wölfin in einen Ast und zerrte wütend daran herum, ehe sie sich mit einem Schnauben zu Rhorax herumdrehte.

“Du kannst auch nicht mehr sehen als ich, oder? Ob es hinter diesen dreckigen Büschen weitergeht?“,

fragte sie ihn und reckte selbst den Hals, doch durch die Dunkelheit war nichts zu erkennen.

“Ich schwöre meine nächste Mission wird irgendwo an der Front sein, wo ich wenigstens irgendetwas tun kann!“,

fluchte sie und drehte ab, um wieder zur Lichtung zurück zu kehren.

[ Fühlt sich unwohl / sucht einen Weg durch den Wald / kommt durch das Gestrüpp nicht weiter / flucht rum ]
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Kailan
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Kailan »

Kailan hatte schließlich alle Pollen in ihrem Umkreis dem Raben entgegengeworfen. Nun schien er eine Pause zu brauchen. Sie selbst störte dies nicht, warum auch. Es würde ihr vermutlich auch gut tun, sich ein wenig auszuruhen. Also legte sie sich wieder ins Gras und lies ihn verschnaufen. Wobei Raaka eher danach war plötzlich ein Lied anzustimmen. Innerlich schüttelte Kailan über diese Idee nur den Kopf, lies sich dies aber nicht anmerken. Sie wollte dem Raberich seinen Spaß lassen und lauschte deswegen geduldig bis er geendet hatte. Die Bärin musste zugeben, dass sie es wirklich nicht schlecht fand. Als nächstes kam iwrklich eine gute Frage von Raaka, auch sie hatte sich das schon gefragt. Ihr Blick wanderte kurz zum Himmel und sie überlegte. Die Bärin fand, dass sie bestimmt viel weiter wären, wenn sie wüssten, was ihre nächste Aufgabe sein würde. Es könnte vieles sein… Wobei… Eigentlich hatten sie schon längst versagt, wenn man die Regeln betrachtete, welche sie hätten befolgen sollen. Vishuni und Farlan waren einfach so durch das Geäst gelaufen. Sie und Yaize hatten sich von der Gruppe entfernt, Rhorax hatte einen Fisch gefressen und Nayla Wasser getrunken. Mehr Regeln hätte man kaum brechen können. Aber sie selbst hatte einfach nicht aus ihrer Haut gekonnt, als sie Vishuni gesehen hatte, da hatte sie zu ihr gehen müssen. Aber es war wirklich ein gefährliches Unterfangen gewesen, wenn sie es einmal im Nachhinein betrachtete und nun war auch noch Streit. Kailan seufzte und erhob sich schwerfällig und meinte plötzlich gedankenversunken mit einer traurigen Stimme zu Raaka:

„Wenn es wirklich um unseren Zusammenhalt und unser Herz geht… Dann haben wir im Augenblick versagt…“

Ihr Blick wanderte von dem Raben in die Ferne, in die Richtungen, in welche Nyala und Vishuni verschwunden waren. Wenigstens hatte der Widerstand eines eingehalten, keiner von ihnen war allein. Ihr nächster Blick wanderte zu Nyphteq, auch sie war nicht allein. Vielleicht hätte sie einfach hören und sich ausruhen sollen. Schließlich konnten sie sich in diesem Wald ja eh nicht entkommen, so hatte es zumindest die ganze Zeit ausgesehen. Der Wald hatte seine eigenen Pläne mit ihnen. Plötzlich sprach sie weiter und meinte:

„Keiner von uns ist allein und wir haben schon vieles durchgestanden, aber im Augenblick verhalten wir uns, wie als ob wir noch nie eine Mission gehabt hätten. Die ganze Zeit haben wir unseren Zusammenhalt bewiesen und hier auf der Lichtung verlieren wir plötzlich die Nerven. Obwohl jeder von uns ein Teil des Widerstandes ist und dazu gehört…“

Kailan war plötzlich wütend. Sie war das Leittier und vermutlich sollte und müsste sie etwas unternehmen. Also würde sie dies auch tun. Ihr Blick wanderte zu Nyphteq und bei ihr würde sie anfangen. Aber sie würde weder Farlan noch die Pumadame stören. Also drehte sie sich zu ihnen und wollte gerade in die Richtung der beiden Tiere gehen, da erinnerte sie sich plötzlich wieder daran, dass Raaka dann allein wäre. Also drehte sie sich um:

„Ich würde gerne diesen Streit beenden. Kommst du mit, Raaka?“

Dann machte sie sich sehr langsam auf den Weg zu Farlan und Nyphteq. Sie war bereit zuerst zu einem anderen Grüppchen zu gehen, wenn die Beiden ihr signalisieren würden, dass sie störte.

[ legt sich hin | lauscht geduldig dem Lied | antwortet gedankenverloren dem Raben | ist plötzlich wütend über die Situation | fragt den Raben ob er sie begleiten möchte | geht langsam in Richtung von Farlan und Nyphteq ]
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Raaka
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Raaka »

Eigentlich war Raaka ja wieder ganz zufrieden gewesen. Das selbst gedichtete Lied hatte seine Stimmung gehoben und das ausgelassene Spiel hatte ihn den vorangegangenen Zwist vergessen lassen. Aber Kailans Antwort auf seine Frage war doch ein Wermutstropfen, auch wenn der Rabe nicht sicher war, ob er dem zustimmen wollte. Immerhin hatten sie es bis hierher geschafft, ihnen allen ging es gut und auch wenn die Truppe hier in an der Lichtung etwas auseinander gerückt war, so waren sie doch alle noch in der Nähe voneinander.

Als Kailan weitersprach, nutzte der Rabe die Gelegenheit, die zerzausten Kehlfedern wieder glatt zu streichen, wobei er versuchte, möglichst wenig von den schillernden Pollen zu verlieren. Der hübsche Körperschmuck hob seine Stimmung und war es nicht momentan ohnehin von großer Bedeutung, die Moral aufrecht zu erhalten?

„Nun ja, die Nerven verloren haben doch eigentlich nur die Silberkatzen, finde ich“,

merkte er an, als Kailan geendet hatte und überlegte weiter.

„Nyala ist nur dazwischen gegangen, weil es ihre Aufgabe war. Und wenn ich mich gerade so umsehe, sieht es nicht so aus, als wäre irgendjemand anderes noch am Ausrasten.“

Hoffnungsvolle Versuche, Kailan ein wenig zu beruhigen und ihre Stimmung zu heben. Ob sie fruchteten konnte der Rabe jedoch nicht sofort erkennen. Außerdem war es ja nicht so, als ob Raaka von seiner untypisch niedrigen Position aus einen guten Überblick hatte. Aber zumindest hörte man doch eben kein Geschrei und das war immer noch eine Verbesserung zu vor wenigen Minuten.

Vielleicht ergab sich aber ja gerade eine Gelegenheit, sich wieder etwas mehr Umsicht zu verschaffen. Kailan hatte sich in Bewegung gesetzt und bat den Raben um Hilfe. Nun gut, eigentlich hatte sie ihn nur gefragt, ob er mitkommen würde, aber was Raakas Hirn daraus machte, war sicher noch ein bisschen etwas anderes. Er erhob sich sofort und streifte in niedriger Höhe neben ihr durch die Lüfte. Hin und wieder musste er eine kleine Schleife drehen, wenn er sie sonst überholen würde.

Als klar war, wo die Reise hinging, oder besser gesagt, sie beinahe ihren Zielort erreicht hatten, machte sich der Raberich zum Landeanflug bereit. Er hatte die Beine bereits ausgestreckt und Kailans breite Schultern anvisiert, als ihm die Unterhaltung vom Morgen in den Sinn kam. Ein verlegenes Keckern entfuhr seiner Kehle, als er im letzten Moment abdrehte und noch eine Runde um die Bärin flog.

„Lässt du mich auf deinen Schultern landen, Sternenbärin?“

Man sollte ja schließlich nicht behaupten, dass Raaka nicht lernfähig war!

[ bei Kailan | antwortet ihr | begleitet sie Richtung Farlan & Nyphteq ]
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Yaize
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Yaize »

Yaize beobachtete während sie sprach immer wieder die Puma vor sich, achtete auf ihre Aktionen, Reaktionen und insbesondere auf ihre nicht verbale Sprache. Vishuni wirkte konzentriert und bei der Sache, aber trotz der Freundlichkeit, um die sich Yaize bemühte, war sie sehr distanziert, kühl und beinahe schon abweisend. Die Füchsin war sich nicht sicher, ob es einfach die Art der Raubkatze war, Nachwirkungen von der Demütigung vor aller Augen oder ob die Puma sie einfach nicht mochte. Auf jeden Fall machte es dieser Umstand nicht einfacher mit Vishuni zu reden und Yaize spürte zunehmend Unbehagen in Gegenwart ihrer neuen Begleiterin.

Auch die Füchsin zuckte kurz mit den Ohren und warf einen Blick zurück in die Richtung, aus der das Wolfsgeheul kam, meinte aber keine Gefahr in Nyalas Stimme zu vernehmen. Dennoch machte es Yaize neugierig auf das was dort vor sich ging und es strapazierte ihre Nerven zusätzlich, nicht einfach loslaufen und nachsehen zu können. Sie waren hier noch nicht fertig. Sie nickte Vishuni leicht zu und spitzte wieder die Lauscher, der Raubkatze weiterhin all ihre Aufmerksamkeit widmend. Die Worte ihrer Gegenüber trafen auf wenig bis gar keine Zustimmung, doch Yai bemühte sich ruhig zu bleiben und ihre Zunge im Zaum zu halten, bis sie wieder dran war. Erst als Vishuni geendet hatte erhob sich Yaize von sitzender Position wieder auf ihre vier Pfoten und baute sich zu voller Größe auf. Das war zwar in Anbetracht der körperlichen Überlegenheit der Puma kein sehr eindrucksvolles Gebaren, aber die Füchsin wollte sicher sein ernst genommen zu werden und kein Zeichen von Angst oder Schwäche zeigen. Ihre Stimme war immer noch freundlich, aber dennoch fester und verlieh ihren Worten mehr Nachdruck.

"Ja, die Rolle des Leittiers wechselt. Ich bin von Anfang an dabei, habe selbst schon eine Mission als Leittier angeführt und kann dir versichern, dass es kein Honigschlecken ist die Verantwortung zu tragen und die Gruppe beisammen zu halten, vor allem wenn die Gemüter hoch kochen."

Dabei sah sie Vishuni direkt in die Augen, zuckte kurz mit ihrem rechten Ohr und ließ keinen Zweifel daran, dass auch die Puma in diesem Moment gemeint war.

"Wir haben den Widerstand bei einer Karibujagd mit Vorräten versorgt, den Grenzwald ausgespäht als dieser schon längst von den Ska überrannt war, waren explizit beteiligt bei den Bündnisschließungen mit Waschbären, Südwölfen und Adlern, haben Flüchtlinge gerettet und in Sicherheit gebracht. Und wir mussten ein ums andere Mal mit den Ska Auge in Auge um unser Leben und das anderer kämpfen."

Das Aufzählen ihrer bisherigen Abenteuer machte Yaize zum ersten Mal so wirklich bewusst, wie viel sie selbst schon miterlebt hatte. Schwermütig wurde ihr dadurch auch bewusst, wie viele Gefährten sie schon kommen und gehen gesehen hatte und wie schmerzlich sie einige von ihnen in ihrem Herzen vermisste. Dementsprechend wurde sie etwas ruhiger beim Sprechen.

"Wir haben Freunde verloren aber auch neue Freunde gefunden. Wir haben zusammengearbeitet und vor allem haben wir nie unsere Mission aus den Augen verloren."

Die Füchsin leckte sich einmal kurz über ihre Nase und spähte zurück zu der Lichtung, von der sie gekommen waren. Wie gerne wäre sie wieder bei Kailan und den anderen…

"Unsere Gruppe ist kampfstark, ja. Daran gibt es keinen Zweifel. Aber wogegen willst du kämpfen?"

Dabei wandte sie den Kopf wieder zur Puma und wirkte mit einem Mal ernster und beinahe schon ein wenig zornig, als sie mit leicht verengten Augen weitersprach.

"Klar können wir unsere Krallen und Zähne in die Bäume schlagen, geisterhafte Nebelschwaden jagen und wütend herumbrüllen, dass wir nun endlich zum weißen Raben vorgelassen werden wollen. Aber was soll uns das bringen?! Wann immer wir versucht haben schneller oder klüger als der Wald zu sein hat er uns bewiesen, dass er doch die Überhand hat. Dennoch sind wir weit gekommen und wie es scheint erreichen wir morgen früh unser Ziel. So oder so. Und ich bin mir fast sicher, dass diese letzte Prüfung – was auch immer es sein wird – uns einiges abverlangen kann. Klug ist es sich jetzt auszuruhen, die Kräfte zu schonen und vor allem als Einheit zusammen zu stehen."

Yaize holte tief Luft und schluckte schwer. Sie hätte noch eine ganze Weile so weiterreden können, dabei aber nicht mehr zum Ausdruck bringen können, als sie jetzt schon gesagt hatte. Mit einem Mal fühlte sie sich erschöpft und müde und so ließ sie auch leicht die Schultern und Kopf sinken.

"Ich werde jetzt zu den anderen zurück gehen und würde mich freuen, wenn du mitkommst. Aber es ist deine Entscheidung. Ich werde dich sicher nicht zwingen."

Nicht, dass ich es könnte…

[ bei Vishuni | beantwortet die Fragen und verliert ein wenig ihre Freundlichkeit ]
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Farlan
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Farlan »

Ein wenig erstaunt war Farlan schon, dass sich diese…nun…Unterhaltung einigermaßen schwierig gestaltete. Niemals aber wäre er auf die Idee gekommen, dass er daran alles andere als unschuldig war. Aber was sollte er nun tun? Krällchen drehen? Die Katze einfach dort oben lassen, seiner Wege ziehen und hoffen, dass ihn auf seinem Wege hinfort niemand behelligen würde? Na, das war dann doch ein wenig zu einfach gedacht und die notwendigen Synapsenschlüsse für dieses Vorgehen hätte er – glücklicherweise – nie in der vorgesehenen Reihenfolge hinbekommen.

Der nicht eben begabte Redner, der in Farlan steckte, runzelte aber innerlich die Stirn, denn gefühlt ließ die Antwort der Puma Äonen auf sich warten. Farlan war nun wirklich alt genug, um zu wissen, wie sich „warten“ anfühlte! Und er war über diesen Umstand, wenig überraschend, nicht besonders glücklich. Das Heulen ging ihm, der schon oft eines vernommen hatte, nicht unbedingt durch Mark und Bein, vielmehr wirkte es wie eine kaum geahnte Ablenkung. Aber wollte er denn überhaupt abgelenkt werden? Mist, schon passiert! Aber ehe er sich ZU abgelenkt präsentieren konnte, flatterte auch schon die Antwort herein.

„Erst seit Tagesanbruch? Und du weißt nicht, wann das war? Das ist seltsam, Katze…weil…“

Stille. Der Rüde unterbrach sich nicht etwa, weil er eine Kunstpause einzulegen gedachte, sondern weil er sich plötzlich gar nicht mehr so sicher war, ob das was er zu sagen beabsichtigte, auch von hinreichendem Belang war. Da würde wohl Probieren über Studieren gehen müssen, wenn er da hinsteuerte.

„Du sagst, seit Tagesanbruch… ist Dir vielleicht aufgefallen, dass dieser Tag gefühlt schon eine halbe Ewigkeit läuft? Sich aber an den Gegebenheiten da oben so gut wie nichts ändert? Oder habe ich einen weg und es ist gar nicht so, wie ich denke, das es ist?“

Ein erstaunlich offener Blick ist es, der den Baum hinaufwandert um die Katze, die Große, zu mustern. Vielleicht wähnte ja auch sie ihn auf der richtigen Fährte? Aber da war ja noch etwas…die Bären.

„Was die großen Brummer angeht, traf ich mal auf einen. Er sprach von einer Horde durchgeknallter Streuner, was ich ihm natürlich nicht glauben wollte. Leider hat er sich nicht namentlich vorgestellt, aber einen größeren Bären als ihn habe ich glaube ich noch nicht gesehen. Vermutlich irre ich mich aber einfach und er hat mir ein Märchen erzählt. Sollen Bären ja oft tun.“

Gebannt ruhte der Blick nun auf der Puma. So ganz ohne ein mulmiges Gefühl stand Farlan zwar noch nicht da, aber er hatte durchaus ein wenig Sicherheit getankt. Wer wusste schon, ob er die noch brauchen würde!

[steht weiter am Baum und kommuniziert mit Nyph, lenkt aber in eine ganz andere Richtung, was das Gespräch angeht. Irgendwie.]
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Nyphteq
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Nyphteq »

Erst seit Tagesanbruch! Als ob das nicht lang genug gewesen wäre! Wenn man Nyphteq und sicherlich das Gros ihrer Mitstreiter fragte, dann waren sie schon mehr als lange genug an diesem götterverlassenem Ort gefangen. Aber dann wiederum – was wusste sie schon, wie lang der Wolf hier schon umherirrte? Anscheinend ja schon eine ganze Weile, wenn er ihre Anwesenheit als kurz erachtete.

Man hätte länger an seinen Worten hängen bleiben können. Die Redepause ließ auch ausreichend Gelegenheit dafür. Was der Dunkle dann aber hinterher fügte, ließ die Raubkatze irritiert die Brauen zusammenziehen. Irgendwie ergab das, was er da von sich gab, für sie keinen Sinn und als das große Fragezeichen in ihrem Kopf sich durch ein leises aber hastiges „Hä?“ auch verbal äußerte, war der Berglöwin klar, dass sie hier nachhaken musste.

„Was heißt hier Ewigkeit? Sicher sind wir für meinen Geschmack schon viel zu lange hier, aber so lange ist der Tagesanbruch nun auch noch nicht her. Jedenfalls nicht lange genug um diesen fetten Vollmond da oben zu rechtfertigen.“

Ihr Kopf nickte demonstrierend in Richtung desselbigen. Der Stimme der Katze hatte eine gute Portion Entrüstung beigewohnt, weil sie den gruseligen Eindruck bekam, der Dunkle da unten würde den Nachthimmel mit seiner leuchtenden Trümmerscheibe gar nicht sehen. Sollte sie jetzt etwa auch noch annehmen, dass es in diesem Wald verschiedene Zeitzonen –
Nein! Die Katze schüttelte entschieden den Kopf. Sicher war der alte Wolf einfach nur verwirrt! Auch, wenn diese Idee wirklich gut zu diesem Ort passte, war das nichts, mit dem sie sich vorab gedanklich befassen wollte, ehe ihr der Schwarze nicht klipp und klar sagte, da oben den strahlenden Sonnenschein zu sehen.

Unbestritten war zudem, dass für die Berglöwin das Thema Bären jetzt erstmal in den Hintergrund rückte. Dementsprechend fiel ihre Antwort auf Farlans letzte Bemerkung auch eher gelangweilt aus. Zumindest anfänglich.

„Es gibt vermutlich zig Bären beim Widerstand. Wir hatten bis vor Kurzem auch noch einen anderen bei uns, aber der ist … Naja, das weiß niemand so genau. Er ist verschwunden.“

Jetzt kam ihr doch noch einmal die selbstlose Rettungsaktion von Flyght in den Sinn und damit auch die Frage, ob er es wohl geschafft hatte. Bei dieser Mission hatten sie viele Verbündete verloren. Nicht zuletzt war Asuka den Ska zum Opfer gefallen und hatte bei der Katze eine größere Wunde hinterlassen, als ihr lieb gewesen wäre.

Als sprächen sie vom Teufel näherte sich indes Kailan in Begleitung von Raaka. Nyphteq beobachtete ihr Näherkommen mit gedankenversunkenem Blick. Die Bärin schien zu zögern, was der Katze die Zeit gab, sich noch einmal Farlan zuzuwenden und der inzwischen doch brennenden Frage noch etwas Nachdruck zu verleihen.

„Diesen Vollmond da oben, den siehst du doch, oder nicht?“

[ auf dem Baum bei Farlan | hakt nach was er meint | beobachtet und erwartet Kailans Ankunft ]
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Vishuni
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Vishuni »

Vishuni schluckte ein paar Mal angestrengt, während die kleine Füchsin wieder die Stimme erhob. Das viele Reden machte ihre Kehle rau und sie spürte, wie durstig sie diese Zusammenkunft machte. Hatte sie nicht auf der Lichtung vorhin einen kleinen Teich gesehen? Bei dem Gedanken an frisches, kühles Wasser, spielte sie ein wenig mit ihrer Zunge im Maul herum und fuhr sich kurz, erwartungsvoll über die Lippen. Doch die Rote war noch nicht fertig.

Die Puma zuckte ein wenig belustigt mit den Schnurrhaaren, als die Kleinere sich auf alle Viere erhob und mit einem Anflug von Strenge zu der Raubkatze hinauf sah. Dabei beantwortete sie viel mehr Fragen, als Vishuni ihr eigentlich gestellt hatte. Vermutlich ein Versuch, in den Augen der Puma ernst zu nehmender zu wirken, darzustellen, was sie bisher schon alles geleistet hatte. Die Tatsache, dass die Füchsin dieses Imponiergehabe für nötig hielt, machte sie nicht wirklich glaubhafter in den Augen der Katze.

Die Rüge in ihre Richtung allerdings nahm die Puma deutlich wahr, auch wenn sie ihr nur ein missbilligendes Schnauben entlockte. Das was Fuchs und Rabe dort vorhin aufgeführt hatten, war nun nicht gerade ein Beweis, für ein stabiles, seriöses Gemüt gewesen. Doch ihre Meinung zu dem kindischen Rumgehampel hatte Vishuni schließlich deutlich zutage gebracht und genau mitgeteilt bekommen, wohin sie das weiterhin führen würde.

Als die Füchsin wieder auf ihr ursprüngliches Thema zurückkam, war es nun Vishuni, die sich vorkam, als hielte man sie für dumm oder naiv. Die Rotpelzin sprach mit ihr, wie mit einem ungezogenen Welpen und die Puma legte warnend die Ohren zurück. Schließlich hatte sie nie davon gesprochen, irgendwelche Schattenwesen anzubrüllen oder sinnlos ihre Krallen in die Bäume zu schlagen. Sie hielt nur nichts von der Idee, einfach abzuwarten, was passieren würde. Doch sie würde sich nicht endlos wiederholen, vor allem weil sie spürte, wie sie erneut zornig über die Ignoranz der kleinen Rotpelzin wurde. Sie wurde hier nicht ernst genommen und vor allem hörte man ihr nicht wirklich zu. Was Vishuni sagte, war eindeutig nicht das, was von der Kleinen gehört wurde.

Dabei wolltest schließlich du unbedingt meine Meinung hören, Füchsin,

dachte sie wütend und erhob sich auf alle Viere, als zeitlich auch Yaize ihren Aufbruch verkündete. Vishuni konnte sie nicht leiden. Und anscheinend beruhte dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit.

“Ich habe mich euch angeschlossen, damit ich nicht mehr alleine gegen die Ska stehen muss“, stellte sie klar und verengte leicht die Augen, als sie Yaize fest ins Gesicht sah. Diese Füchsin sollte sie besser nicht unterschätzen. Vishuni hatte schon einige Kämpfe davongetragen und verbittert gegen diese Eindringlinge gekämpft. Der einfache Fakt, dass sie dabei keiner angesehenen Widerstandgruppe angehörig gewesen war, milderte diese Leistung keineswegs. Doch sie war des Redens müde. Und außerdem bedeutete es ihr zu wenig, was die Füchsin über sie dachte. Die Zeit sich zu beweisen würde früher kommen, als ihr lieb sein würde. Und Vishuni setzte schon immer mehr auf Taten, als auf Worte.

“Wenn ihr alle der Meinung seid, dass Abwarten angesagt ist, werde ich mich dem wohl fügen müssen und hoffen, dass ihr wisst, was zu tun ist“, setzte sie nach und unterdrückte ein Seufzen. Sie war erst wenige Stunden hier und schon vermisste sie schmerzlich ihre Unabhängigkeit. Auch sie hatte Opfer gebracht, um hier zu sein…
Langsam wandte sie sich ab und tat ein paar Schritte von der Füchsin weg, bevor sie sich nochmals umwandte.

“Ich komme später nach.“

Damit verschwand die Puma aus dem Sichtfeld der Anderen und bahnte sich einen Weg durch die Bäume. Ihre Wut war längst verpufft und wich einer Mischung aus Enttäuschung und Sehnsucht, die sie selbst kaum verstand. Sie blieb vor einem kräftigen Stamm stehen und stieß sich kraftvoll vom Boden ab. Der Baum wankte unter ihrem Gewicht, doch Vishuni zog sich geschickt weiter hinauf in das Blattwerk, um schließlich auf einem bequemen Ast Halt machen zu können. Die Lichtung war bereits wieder in Sichtweite, ihr Weg durch den Wald schien bereits recht früh durch das dichte Geäst geendet zu haben. Mit einem schweren Seufzen ließ sie ihren Kopf auf die Vorderbeine sinken und den schmalen Schwanz träge vom Ast hinabbaumeln. Ohne wirkliches Interesse beobachtete sie das Treiben auf der Lichtung im Schein des Vollmondes.


[hört Yaize zu | fühlt sich nicht ernst genommen | verschwindet schließlich und zieht sich auf einen Baum in der Nähe der Lichtung zurück]
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Rhorax
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Rhorax »

Rhorax tat es Nyala gleich und versuchte sich um Stock und Stein, Busch und Strauch herum ihr folgend weiter von der Lichtung zu entfernen. Doch wo die Wölfin schon Probleme bekam und sich gerade noch hindurchdrücken konnte, da fiel dem Riesen ein Vorwärtskommen zunehmend schwerer. Es schien, als würde sich der Wald selbst um sie herum zusammenziehen und sie bewusst versuchen zurückzuhalten. Der Bär spürte wie seine großen Tatzen immer wieder über Ranken und dichte Gestrüppe stolperten und sich verfingen, während zunehmend teilweise dornige Äste an seinen Schultern kratzten und immer mehr Blätter und Äste ihm die Sicht versperrten. Schließlich blieb er etwas frustriert stehen und seufzte nach einem tiefen Luftholen.

Zwecklos…

Von Nyala war da schon nicht mehr viel zu sehen. Nicht, weil sie sich besonders weit von ihm fortbewegt hatte, sondern einfach, weil die Sicht so sehr von allen möglichen und unmöglichen Dingen beeinflusst wurde. Der Bär tat einen einzelnen Schritt zurück um den Druck etwas von Pelz und Schnauze zu nehmen, während seine Knopfaugen versuchten die Umgebung einmal so gut es geht zu erfassen. Auch Ohren und Nase wurden erneut eingesetzt um festzustellen, ob sich irgendetwas in ihrer näheren Umgebung getan hatte. Aber abgesehen von dem Geruch der Wölfin war dort einfach… nichts.

"Nein, ich sehe fast nichts mehr. Hier geht es nicht weiter."

Die abschließenden Worte der Wölfin sorgten bei dem Bären für ein leichtes Stirnrunzeln und ein leises, unzufriedenes Brummen in der Kehle.

"Das ist nichts, was du dir wünschen solltest…"

Noch bevor Nya kehrt gemacht hatte, hatte der große Braune sich schon umgedreht und langsam wieder etwas zurückbewegt. Es war erstaunlich wie schnell die Umgebung wieder offener und weniger hinderlich wurde und wie schnell zwischen den Bäumen die Lichtung zugleich wieder in Sicht kam. Weit waren sie nicht vorangekommen, so viel stand fest. Der Wald erlaubte es ihnen nicht sich von der Lichtung zu entfernen. Wie schon so oft zuvor hatte er entschieden, wie es mit ihnen weitergehen sollte. Rhorax wartete, bis die weiße Fähe wieder an seiner Seite war und ließ ihr eine Nasenspitze weit Vorrang, wie es sich einem Leittier gegenüber gehörte. In Anbetracht ihrer momentanen Situation kam Rhorax zu einem simplen Schluss und während seine Tatzen ihn in schweren Schritten vorwärts trugen, meinte er mehr zu sich selbst aber laut genug, dass Nya ihn auch hören konnte:

"Rasten klingt gar nicht so schlecht."

[ bei Nyala | scheitert am weiter Vorankommen und kehrt mit ihr zur Lichtung zurück ]
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Spielleitung
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Spielleitung »

UPDATE:
Ruhe

Diejenigen, die sich an den Rand der Lichtung bewegt und versucht haben, darüber hinaus vorzustoßen, die können, sollten sie sich noch einmal umblicken, bemerken, dass die Lücken und Schneisen die sie bewusst oder unbewusst „geschlagen haben“ sich ziemlich schnell wieder hinter ihnen zusammenziehen und verschließen. Das wirkt nur bedingt unnatürlich, Äste und Zweige schwingen einfach langsam wieder zu ihrer vorherigen Position zurück, Pflanzen am Boden die platt getrampelt wurden richten sich langsam wieder auf, so als wäre nichts gewesen.

Zugleich regenerieren sich auch die kleinen, von unterschiedlichen Mitgliedern der Gruppe aufgestobenen Leuchtpollen über der Wiese. Es ist, als würden sich winzigste Partikel aus der Luft heraus bündeln und dort, wo nun keine mehr waren, neue „Glühwürmchenlichter“ bilden. Bei genauer Betrachtung sieht das ganze aus wie bei reifen Löwenzahnblüten, bei denen sich durch Pusten oder den Wind die einzelnen Samenkapseln lösen und davonfliegen. Nur irgendwie… rückwärts.

Und während von dem nebeligen Hirschwesen bei ihrer Ankunft auf der Lichtung keine weitere Spur verblieben scheint, zieht vom äußeren Rand der Lichtung und dem Wald zunehmend ein leichter, sich ausbreitender Bodennebel durch die Gräser und steigt langsam auf. Und selbst diejenigen, die emotional aufgewühlt, unruhig sind oder versuchen einen wachen, klaren Verstand zu behalten, überkommt zunehmend eine leichte, mit der Zeit intensiver werdende Müdigkeit und Ruhe. Dieses Gefühl verstärkt sich insbesondere für diejenigen, die mit eben genanntem Nebel in direkte Berührung kommen. Diejenigen auf den Bäumen bemerken es vielleicht ein paar Augenblicke später.
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Kailan
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Kailan »

Kailan hatte sich schließlich den beiden anderen Widerstandstieren genährt und war kurz in geringer Entfernung stehen geblieben. Als keiner der Beiden irgendwelche Anstalten machte, dass sie sich nicht näher sollte. Überbrückte sie den letzten Rest an Entfernung. Über ihr hörte sie Flügelschlagen und wollte gerade ihren Kopf drehen. Als sie plötzlich Raakas Stimme vernahm und leicht in sich hineingrinste. Sternenbärin… Sie nickte. Warum auch nicht… Es würde sie sich schließlich nicht stören, wenn er auf ihrem Rücken saß und gerade eben hatte sie schließlich auch den Zusammenhalt bedauert. Da konnte sie Raaka jetzt schlecht abweisen.

Als sie unter dem Baum angekommen war, nickte sie kurz Farlan zu. Danach schaute sie nach oben zu Nyphteq und überlegte, wie sie es am besten anfangen sollte zu vermitteln. Pumas waren wirklich nicht so einfache Tiere, wenn man ihre Erfahrungen, welche sie mit ihnen bisher gemacht hatte, mal zusammengenommen betrachtete. Schließlich dachte sie, wäre es vermutlich, dass Beste nicht lange über ihre Worte nachzudenken und einfach zu beginnen. Schließlich war Kailan sich sicher, was sie wollte, sie wollte diesen sinnlosen Streit beenden. Also begann sie zu sprechen, wobei ihr Blick weiter auf Nyphteq lag:

„Danke, dass du dich eben für Raaka und Yaize eingesetzt hast und sie verteidigen wolltest. Tut mir wirklich leid, wie es dann gelaufen ist, dass war dir gegenüber wirklich nicht fair…“

Kailan dachte an Vishuni und musste sich zusammenreißen, nicht in die Richtung zu schauen, in welche diese gegangen war. Es war wirklich ärgerlich, wie diese Situation gelaufen und außer Kontrolle geraten war:

„Ich weiß, dass es keineswegs Vishunis Verhalten entschuldigt. Aber sie braucht vermutlich mehr Zeit sich an uns zu gewöhnen und muss erst noch lernen, wie man in solch einer Gemeinschaft miteinander umgeht…“

Nach diesen Worten lenkte etwas anders kurz ihre Aufmerksamkeit ab, Nebel stieg auf und als sie sich umdrehte, entdeckte sie, dass die Stelle, an welcher sie vorhin mit Raaka gespielt hatte, nun auch wieder anders war. Während sie plötzlich müder wurde, dachte sie Dieser Wald ist wirklich nicht normal…
Sie unterdrückte ein Gähnen.

[ Nickt Raaka zu | nickt Farlan zu und spricht dann zu Nyphteq | bemerkt nach ihren Worte plötzlich den Nebel | hat das Gefühl müde zu werden ]
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